Ausgabe 1/2015, Videos

Yoga bei MS

Durch sanfte Übungen die Muskulatur entspannen, die Motorik verbessern und Körperbewusstsein schaffen – das sind Ziele im Yoga, von denen Menschen mit MS direkt profitieren können.

Im ersten Video der Serie „Yoga mit MS“ zeigt Manuela Müller Übungen für den Yoga-Einstieg, die auch Menschen mit  Mobilitätseinschränkungen gut in den Alltag einbauen können.

Mit Hilfe von gezielten regelmäßigen Yoga-Übungen lässt sich in vielfacher Hinsicht günstig auf die Multiple Sklerose einwirken: „Wir können durch die Übungen die Körperhaltung und auch die allgemeine Beweglichkeit verbessern, die Lungenfunktion steigern und die Entspannung der Muskulatur fördern“, berichtete Manuela Müller, die als Yogalehrerin in Würzburg tätig ist.

Gezielte Übungen für Menschen mit MS

Wichtig dabei ist, dass die Übungen dem individuellen Krankheitsbild angepasst sind und mögliche körperliche Einschränkungen berücksichtigen. So gibt es Übungssequenzen, die im Stehen oder Liegen absolviert werden, durchaus aber auch Übungen, die im Sitzen und damit zum Beispiel sogar im Rollstuhl möglich sind. „Mit dem therapeutischen Yoga können wir gut auf die individuelle Situation des betreffenden Patienten eingehen“, erklärt die Yogalehrerin.

„Durch die Yoga-Übungen nehme ich mich selbst wieder stärker wahr. Das tut meinem Körper und auch meiner Seele gut.“

Viele Übungen sind problemlos im Alltag möglich und können sogar zwischendurch in kleinen Pausen am Arbeitsplatz durchgeführt werden. Müller: „Solche Übungen können helfen, die Wirbelsäule besser zu mobilisieren oder sich aus verkrampften Körperhaltungen zu lösen und die Muskulatur zu entspannen und zu kräftigen.“

IMG_1347Zur Person:
Manuela Müller ist in Würzburg als Yoga-Lehrerin tätig. Durch Ihre Fortbildungen im therapeutischen Yoga hat sie ein tiefgreifendes Verständnis für die Erkrankung und die besonderen Anforderungen für Menschen mit MS.

Beitragsbild: © hammett79 – stock.adobe.com