Gut zu wissen

Fatigue: Tipps von Betroffenen

Bleierne Müdigkeit und eine fast unüberwindbare Antriebsschwäche – damit haben viele Menschen mit MS zu kämpfen. Eine wirksame Medizin gegen das als Fatigue bezeichnete Phänomen gibt es nicht. Nachfolgend schildern Betroffene, wie sie mit den belastenden Symptomen klarkommen.

Den Kindern muss Frühstück gemacht und sie müssen in den Kindergarten und in die Schule gebracht werden. Der Wäschekorb quillt über, die To-do-Liste vom Vortag ist noch nicht „abgearbeitet“, es steht der Einkauf an, die Hosen müssen aus der Reinigung geholt und das Rezept für die Nasentropfen in der Apotheke eingelöst werden. Wie ein Berg türmen sich die anstehenden Arbeiten auf. Doch es fehlt die Kraft, sich aufzuraffen und die Besorgungen zu erledigen. Viele Menschen mit Multipler Sklerose kennen solche Probleme. Sie fühlen sich zumindest zeitweise müde und antriebslos und ihren alltäglichen Aufgaben nicht gewachsen.  

Es gibt leider kein Patentrezept gegen die Fatigue. Letztlich muss daher jeder selbst für sich erkunden, welche Maßnahmen helfen, um wieder Kraft zu bekommen und die nötige Energie, anstehende Aufgaben zu bewältigen. 


Von anderen Menschen mit MS lernen 

Hilfreich können in einer solchen Situation die Erfahrungen anderer Menschen mit MS sein. Denn das Phänomen der Fatigue ist bei der Erkrankung weit verbreitet. Viele Betroffene haben dabei für sich selbst effektive Strategien entwickelt, um mit den Belastungen klarzukommen. Davon aber können andere Menschen mit MS profitieren.

Über die Plattform „Einblick“ (https://einblick.ms-persoenlich.de) wurden deshalb MS Patienten danach gefragt, wie sie mit der Fatigue umgehen und welche Maßnahmen ihnen bei der Bewältigung der Erschöpfung, dem Gefühl der Energielosigkeit und der lähmenden Müdigkeit helfen. Die Antworten waren vielfältig und reichen von „Aufgaben in kleine Arbeitsschritte unterteilen“ über „einen Tag in der Woche keine Termine machen“ bis hin zu „regelmäßig Sport treiben“, „Musik hören“, „Reizüberflutungen minimieren“ und „an einen schönen Ort denken“.  

Die Tipps und Tricks der Betroffenen wurden zu einer Informationsgraphik (siehe Abbildung) zusammengetragen, die auf der Webseite www.ms-begleiter.de zum Download bereitsteht.


Tagebuch zu Fatigue-Belastungen

 Als sinnvoll wurde von mehreren Betroffenen unter anderem das Führen eines Tagebuchs zur Fatigue-Symptomatik empfohlen. Das kann helfen, durch das Nachlesen der Probleme bei künftigen Fatigue-Phasen rascher Lösungsstrategien entwickeln zu können. Es kann außerdem dazu beitragen, Gedanken loszulassen und so das zusätzlich belastende Grübeln über die Problematik zu durchbrechen.

Ein vorgefertigtes Fatigue-Tagebuch kann ebenso wie die Informationsgraphik kostenfrei beim „Contact Center Atlantis Healthcare“ angefordert werden. Das Tagebuch ist einfach zu führen, die Eintragungen sind nicht zeitaufwändig. Sie sollen ganz allgemein Menschen mit Multipler Sklerose darin unterstützen, mögliche Anzeichen einer verstärkten Müdigkeit und Erschöpfbarkeit zu erkennen und den Verlauf der Fatigue über mehrere Wochen zu dokumentieren. Das kann dem Patienten selbst wie auch dem behandelnden Arzt helfen, sich einen Eindruck zur Schwere des Phänomens und zu den täglichen Auswirkungen und auch zu den zwangsläufig damit verbundenen Einbußen an Lebensqualität zu machen. Das Tagebuch kann auch dazu beitragen, im individuellen Fall Strategien zu finden, um mit der Fatigue besser umzugehen.

Das Team bei Atlantis Healthcare ist übrigens besonders geschult darin, Menschen mit MS bei ihren alltäglichen Problemen zur Seite zu stehen. Im Bedarfsfall lohnt sich deshalb ein Anruf bei Mitarbeitern des Patienten Service Programms. Das gilt unter anderem auch für das Thema Fatigue und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags.

 

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