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„Plan Baby bei MS“– telefonische Beratung für MS-Erkrankte

Schnuller - IconEine Telefonberatung zum Themenkreis Kinderwunsch, Schwangerschaft und Elternschaft bietet das Projekt „Plan Baby bei MS“ der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Im Rahmen des bundesweiten Beratungsangebots beantworten speziell geschulte DMSG-Mitarbeiterinnen Frauen mit MS ihre Fragen rund um die Themen der Familienplanung. 

Federführend bei dem von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung geförderten Projekt ist der DMSG- Landesverband NRW, die Beratungen erfolgen über die 16 Landesverbände der Organisation, die jeweiligen Ansprechpartner sind unter www.dmsg.de/plan-baby-bei-ms aufgelistet. 

Neben der Hotline soll das neue Projekt zudem Netzwerke und einen überregionalen virtuellen Kontaktkreis für MS Erkrankte mit Kinderwunsch und Eltern mit MS etablieren. So soll über die regionalen Grenzen hinaus zeitlich flexibel dem Lebensalltag der Eltern entgegengekommen und ihr Austausch untereinander ermöglicht und gefördert werden. Die ehemalige Bundesfamilienministerin und aktuelle Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig ist Schirmherrin der Initiative.

Brain Health – Folgen der MS für das Gehirn abwenden 

Gehirn - IconDas Ziel, eine Multiple Sklerose frühzeitig zu diagnostizieren und alle Register zu ziehen, um Folgen der Erkrankung für das Gehirn abzuwenden, ist Ziel der internationalen Initiative „Brain Health“. Denn das Gehirn ist einerseits ein sehr flexibles Organ, das eine Schädigung oft bemerkenswert kompensieren kann, ein Phänomen, das auch als „neurologische Reserve“ des Gehirns bezeichnet wird. Es erklärt, warum auch eine hohe Krankheitsaktivität nicht selten lange Zeit unbemerkt bleibt. Andererseits aber lassen sich bereits eingetretene strukturelle Schäden des Gehirns nicht mehr zurückbilden. 

Die Initiative „Brain Health“ setzt sich deshalb weltweit dafür ein, das Bewusstsein für die Bedeutung der „neurologischen Reserve“ bei der MS zu schärfen. Es sollen außerdem Strategien erarbeitet werden, um strukturelle Schädigungen des Gehirns bei MS Patienten abzuwenden. Dazu hat ein internationales Expertenteam unter anderem eine Richtlinie mit „Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose“ erarbeitet. Mitgewirkt an der Richtlinie haben sowohl Ärzte als auch MS Forscher, MS Nurses und Vertreter von Patientenorganisationen. Die Richtlinie spricht sich dafür aus, bei Menschen mit MS von Beginn der Diagnosestellung an auf den Schutz des Nervensystems zu achten und die Krankheitsaktivität konsequent einzudämmen. Durch eine bestmögliche Therapie und ein regelmäßiges Monitoring soll die Gehirngesundheit möglichst lebenslang erhalten werden.2

    Quellen

    1. https://www.dmsg.de/plan-baby-bei-ms (Letzter Zugriff: 06.10.2017, 12.00 Uhr) 
    2. www.msbrainhealth.org (Letzter Zugriff: 06.10.2017, 12.05 Uhr)
    /sites/default/files/article-pdf/6_pdf_news-tipps.pdf